... warte auf Bilder!
    Verein        Teams        Liga        Pokale/Turniere        Termine        Schiedsrichter        Sponsoren        Fans    
  Aktuelles
  Sei pfiffig, sei fair
  Kader
  Konzept
  Links/Download
Der SV Grün Weiß Schwerin und der SV Post Telekom Schwerin haben in Zusammenarbeit ein Schiedsrichterkonzept ausgearbeitet. Auszüge sind hier aufgeführt, auf noch ausführlichere Formulierungen und genauere Spezifikationen verzichten wir an dieser Stelle.

1. Präambel
Die Schweriner Handballvereine, der SV Grün Weiß Schwerin und der SV Post Telekom Schwerin haben es sich zum Ziel gesetzt, in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit, die Gewinnung und Ausbildung von Schiedsrichtern zu unterstützen. Diesem Konzept liegt vorrangig der Wunsch zu Grunde Leitlinien zu entwickeln, die zu einer nachhaltigen Schiedsrichtergewinnung führen.

2. Motivation / Ausgangslage
Situation in MV
Es besteht ein enormer Schiedsrichtermangel, massive Straferhöhungen kündigen sich an.
Situation in den Vereinen
Der derzeitige Zustand ist, dass beide Vereine grade so ihre notwendige Anzahl an Schiedsrichtern stellen können. Um auch langfristig genügend Schiedsrichter zu haben, muss dringend etwas getan werden.

3. Zielsetzungen
- auf den Missstand im Land aufmerksam machen und den drohenden Konsequenzen für die Vereine entgegenwirken.
- die Schiedsrichterkonzeption soll einen Leitfaden zur Gewinnung und Ausbildung von Nachwuchsschiedsrichtern darstellen.
- neben der quantitativen Verbesserung der Situation, auch einen qualitativ hohen Standard sicherstellen
- die allgemeine Stellung und Akzeptanz der Schiedsrichter verbessern und die Attraktivität dieser Aufgabe deutlicher herausstellen.
- beiden Vereinen sollte bewusst werden, dass eine nachhaltige Schiedsrichtergewinnung und Betreuung unabdingbar ist. Bei der Schiedsrichtergewinnung ist dennoch zu beachten, dass die leistungssportorientierte Ausrichtung der Mannschaften nicht gefährdet wird.

Als Nachwuchsschiedsrichter sollen vor allem Sportlerinnen und Sportler im Alter zwischen 13-20 Jahren gewonnen werden. Besonders Sportler die auf Grund von beispielsweise Verletzungen nicht mehr in der Leistungsspitze aktiv sein können oder aus anderen Gründen eine weitere Herausforderung in ihrer Sportart suchen, gehören zur Zielgruppe der Schiedsrichtergewinnung. Auch Sportfreunde älter als 20 sind herzlich willkommen.

4. Mittel und Maßnahmen

a.) Vereinsinterne Schulungen
Die Vereine veranstalten in Zusammenarbeit Schiedsrichterschulungen über die Grundlagen des Pfeifens in Vorbereitung auf anstehende Kreis- und Landeslehrgänge, es sollen Grundlagen zu vermittelt und Gelerntes wiederholt werden

b.) Öffentlichkeitsarbeit
Internetseite: Hier wird zum einen das Engagement an sich gewürdigt, es soll aber auch repräsentativ und als Anreiz für kommende Schiedsrichter wirken. Neben der Vorstellung der Schiedsrichter des Vereins sollte im Groben das Schiedsrichterkonzept/Schiedsrichterausbildungsplan angerissen werden. Ebenfalls gehört auf die Internetseite ein Aufruf mit Ansprechpartner und Motivationsgründen Schiedsrichter zu werden.
Außerdem sollten ein bis zwei Mal jährlich Presseartikel über das Schweriner Schiedsrichterwesen erscheinen.

c.) Starterset + Ausrüstung
Anfängern bzw. E- und D-Jugend Spiele leitenden Schiedsrichtern stehen die grundlegenden Mittel zum Pfeifen zur Verfügung. Die Vereine verpflichten sich denjenigen Schiedsrichtern die den Landeslehrgang erstmalig erfolgreich absolvieren mit einem Starterset auszustatten. Auch etablierte Schiedsrichter sollten regelmäßig ausgestattet werden.

d.) Vereinsintegration
Um eine höhere Identifikation der Schiedsrichter mit dem Verein zu erreichen ist eine verstärkte Integration in den Verein notwendig. Dies können z.B. Einladungen zu Weihnachtsfeiern o.ä. sein.

e.) Coaching
Beide Vereine sollten einen zentralen Ansprechpartner für Schiedsrichter- und Regelfragen benennen. Neben diesem Ansprechpartner ist anzustreben mehrere – durchaus beide Vereine übergreifende – Mentoren/Coaches zu finden. Aufgabe dieser Coaches ist es die Nachwuchsschiedsrichter der Vereine auf ihrem Weg zu begleiten, ihnen Tipps zu geben sowie Chancen und Probleme aufzuzeigen. Die Coaches sollten möglichst selbst erfahrene Schiedsrichter (gewesen) sein, aber auch Trainer mit fundiertem Wissen könnten diese Position ausüben.
Die Coaches dienen ebenfalls als Ansprechpartner für die Schiedsrichterwartin des HVMV um besser einschätzen zu können, ab wann und wie weit ein Einsatz im HVMV möglich ist. Nach dem Aufstieg in den HVMV sollten Sportfreunde gefunden werden, die ein langfristiges Coaching der (immer noch) Jungschiedsrichter übernehmen können. Das langfristige Coaching kann nicht mehr nur von „normalen“ Trainern übernommen werden.

f.) Schiedsrichterkoordinator/-wart
Neben den Coaches erscheint es sinnvoll einen Schiedsrichterkoordinator/-wart einzusetzen, der auf die Umsetzung des Konzepts achtet und als Kontaktmann der Schiedsrichter zur Abteilungsleitung dient.

g.) Vereinsübergreifend Erfahrungen sammeln
Es gibt immer wieder die Situation, dass kurzfristig ein Schiedsrichter absagen muss, oder sich einfach niemand finden lässt, der Zeit hat. Ebenso wird es auf Dauer uninteressant immer die gleichen Mannschaften zu pfeifen. Um diesen Dingen entgegenzuwirken und eine umfangreichere Beobachtung und somit eine bessere Leistungseinschätzung zu ermöglichen, soll es möglich sein auf Schiedsrichter des anderen Vereins, bei Bedarf, zurückgreifen zu können.

h.) Schnellstarter-Projekt
Um die Motivation bei den Nachwuchsschiedsrichtern zu erhöhen gibt es ein „Schnellstarter-Projekt“. Dies gibt engagierten, jungen Schiedsrichtern die Möglichkeit schneller als üblich in den Jugendoberligabereich reinzuschnuppern und somit schneller aufzusteigen.
Das Projekt sieht vor, dass neugewonnene Nachwuchsschiedsrichter im Sommer einen Lehrgang im Kreis und den Landeslehrgang besuchen. Im ersten Saisonhalbjahr leiten sie in ihrem Heimatverein möglichst viele Nachwuchsspiele unter vermehrter Beobachtung. Werden sie als „gut genug“ eingeschätzt, besuchen die Nachwuchsschiedsrichter den Halbzeitlehrgang und sollen in der zweiten Saisonhälfte Oberliga Jugendspiele ebenfalls unter vermehrter Beobachtung leiten. Der Lerneffekt wird hier durch die ständige Betreuung und den Landeslehrgang erhöht.

i.) Ausbildungsplan
Der Ausbildungsplan soll die qualitativen Standards der Schiedsrichterausbildung festlegen. Er gibt einen Überblick über die inhaltlichen und zeitlichen Umfänge der Schiedsrichterausbildung. Der Plan beschreibt ebenfalls Prozesse zum Übergang in den HVMV. Der Ausbildungsplan gilt sowohl für Schiedsrichter, aber auch für Kampfrichter.

I.) Grundlagenschulung Kampfrichter
Besonders junge Sportfreunde müssen nicht unbedingt gleich als Schiedsrichter einsteigen, sondern können auch die Erfahrungsstufe als Kampfrichter nutzen um in einen ersten Kontakt mit Verantwortung zu kommen und erste über das Spielen hinausgehende Erfahrungen mit den Regeln zu sammeln.

II.) Grundlagenschulung Schiedsrichter
Dies ist die erste theoretische Schulung der angehenden Schiedsrichter. Ihnen sollen die hauptsächlichen Aufgaben des Schiedsrichters (Spielleitung, Pädagoge, etc.), die grundlegenden Verhaltensweisen und elementaren „Werkzeuge“ vorgestellt werden.

III.) Lehrgangsvorbereitung
Im Vorfeld sollten einige Regeltests selbständig oder in der Gruppe bearbeitet werden. Allgemein sollte auf einen guten Fitnesstand der Schiedsrichter geachtet werden, damit die Lauftests (Cooper- und Shuttel-Run-Test) ohne größere Probleme bestanden werden. Darüber hinaus sind individuell abzustimmende Maßnahmen möglich.

IV.) Übergang in den HVMV
Durch eine regelmäßige Beobachtung durch die Coaches ist laut dem Schnellstarterprojekt bei entsprechender Leistung und nach Absprache mit dem Schiedsrichterausschuss ein Aufstieg nach frühestens einem ½ Jahr möglich, ansonsten zu einem späteren, geeigneteren Zeitpunkt.

j.) Aufruf zur Fairness
Beide Vereine werden darauf achten, dass die Fairness gegenüber den Schiedsrichtern und allen weiteren Beteiligten gewahrt wird. Anzustreben sind auch Banner und Aushänge, die zur Fairness und Konzentration auf die eigene Leistung aufrufen. Diese könnten nach dem Vorbild des HVB gestaltet werden.

Zusammenwirkung bei Maßnahmen
Besonders beim Coachingsystem und den Schulungen sowie bei einem gemeinsamen Ausbildungsplan ist eine Zusammenarbeit der beiden Vereine anzustreben.

5. Realisierbarkeit/Realisierung
Es entsteht ein gewisser zeitlicher und finanzieller Aufwand, der sich jedoch langfristig lohnen wird. Zur Realisierung sind Durchführungsbestimmungen festzulegen.

6. Nachhaltigkeit
Es sollte eine regelmäßige, aber mindestens halbjährliche Bestandsaufnahme des Leistungsstandes der einzelnen Nachwuchsschiedsrichter erfolgen um die weitere Zukunft als Schiedsrichter genauer planen zu können.
Einmal jährlich ist eine Kontrolle des Gesamtprojektes vorzunehmen. Inhalte sind die Entwicklung aller Schiedsrichter, Zielsetzung für die neue Spielzeit, Stand der Gewinnung neuer Nachwuchsschiedsrichter sowie die Kontrolle aller Maßnahmen. Gegebenenfalls ist eine Anpassung des Konzepts und der Maßnahmen notwendig.

Das ganze Konzept macht nur Sinn, wenn langfristig bei den gewonnenen Schiedsrichtern das Interesse und der Spaß aufrechterhalten werden, ansonsten fängt die Suche ständig von vorn an.

SV Grün Weiß Schwerin e. V.
SV Post Telekom Schwerin e. V.
  Sponsoren
 Kontakt | Login | Impressum